Grippe, Corona & RSV: So kommen Senioren gesund durch Herbst und Winter 2026

Grippe, Corona und RSV bei Senioren – Herbst 2026

Grippe, Corona & RSV: So kommen Senioren gesund durch Herbst und Winter 2026

Aktualisiert: September 2026

Wenn die Tage kürzer und die Temperaturen niedriger werden, beginnt wieder die Saison der Atemwegsinfektionen. Grippe, Corona und RSV bei Senioren verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit. Gerade ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen können ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben.

Für den Herbst und Winter 2026/2027 gibt es außerdem wichtige aktuelle Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Besonders bei der COVID-19-Impfung hat sich 2026 etwas geändert.

BELANA Pflege erklärt, was Senioren und Angehörige jetzt wissen sollten und mit welchen einfachen Maßnahmen sich das Infektionsrisiko im Alltag reduzieren lässt.

 

Warum Atemwegsinfektionen für ältere Menschen besonders relevant sind

Mit zunehmendem Alter verändert sich das Immunsystem. Der Körper kann auf Krankheitserreger weniger effektiv reagieren als in jüngeren Jahren. Hinzu kommen bei vielen Menschen chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Erkrankungen der Atemwege.

Eine Infektion, die bei einem jüngeren Menschen möglicherweise unkompliziert verläuft, kann ältere oder gesundheitlich vorbelastete Menschen deshalb stärker belasten.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Senioren sich im Herbst und Winter zurückziehen müssen. Entscheidend sind gute Vorsorge, ein angemessener Impfschutz und Aufmerksamkeit für erste Krankheitssymptome.

 

Grippeimpfung 2026: Für Menschen ab 60 Jahren empfohlen

Die echte Grippe – medizinisch Influenza – sollte nicht mit einer gewöhnlichen Erkältung verwechselt werden. Sie kann insbesondere bei älteren Menschen zu schweren Krankheitsverläufen führen.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die saisonale Influenza-Impfung weiterhin für alle Personen ab 60 Jahren. Für diese Altersgruppe werden spezielle Impfstoffe empfohlen, die auf die Immunantwort älterer Menschen abgestimmt sind.

Daneben gilt die Empfehlung unter anderem auch für Menschen mit bestimmten chronischen Grunderkrankungen.

Wer unsicher ist, ob und wann eine Grippeimpfung sinnvoll ist, sollte dies mit der Hausärztin oder dem Hausarzt besprechen.

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Grippeimpfung?

Die Grippeimpfung sollte so erfolgen, dass der Impfschutz möglichst rechtzeitig vor einer stärkeren Verbreitung der Influenzaviren aufgebaut ist.

Der Herbst ist deshalb ein guter Zeitpunkt, den eigenen Impfstatus zu überprüfen und das Thema beim nächsten Arztbesuch anzusprechen.

Gerade Angehörige können ältere Familienmitglieder dabei unterstützen, Impftermine und andere wichtige Vorsorgetermine im Blick zu behalten.

 

RSV bei Senioren: Noch immer vielen Menschen unbekannt

RSV steht für Respiratorisches Synzytial-Virus. Viele Menschen kennen RSV vor allem im Zusammenhang mit Säuglingen und Kleinkindern. Das Virus kann jedoch auch für ältere Menschen relevant sein.

Die STIKO empfiehlt aktuell eine einmalige RSV-Impfung für alle Menschen ab 75 Jahren.

Für Personen zwischen 60 und 74 Jahren kann sie ebenfalls empfohlen sein, wenn bestimmte schwere Grunderkrankungen vorliegen oder die Person in einer Pflegeeinrichtung lebt.

Die Impfung soll möglichst im Spätsommer oder Herbst vor Beginn der RSV-Saison erfolgen.

 

Wer sollte mit seinem Arzt über RSV sprechen?

Besonders ältere Menschen sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen sollten ihren individuellen Schutz mit der behandelnden Arztpraxis besprechen.

Gerade weil RSV bei Erwachsenen noch deutlich weniger bekannt ist als Grippe oder COVID-19, lohnt es sich, beim nächsten Arztbesuch gezielt danach zu fragen.

 

Corona-Impfung 2026: Eine wichtige Empfehlung hat sich geändert

Für die Saison 2026/2027 gibt es eine besonders wichtige Neuerung.

Die STIKO hat die Empfehlung zur COVID-19-Impfung 2026 angepasst. Für gesunde Erwachsene liegt die Altersgrenze für die jährliche Standard-Auffrischimpfung nun bei 75 Jahren statt wie zuvor bei 60 Jahren.

Eine jährliche Auffrischimpfung im Spätsommer oder Frühherbst wird darüber hinaus weiterhin bestimmten Menschen mit erhöhtem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf sowie Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen und bestimmten weiteren Risikogruppen empfohlen.

Ebenfalls neu ist, dass die frühere allgemeine Empfehlung zum Aufbau einer COVID-19-Basisimmunität durch mindestens drei Antigenkontakte für Erwachsene entfallen ist.

Nach Angaben der STIKO verfügt inzwischen ein sehr großer Teil der erwachsenen Bevölkerung durch Impfungen und/oder durchgemachte Infektionen über eine breite Immunität.

Wichtig: Das Alter allein entscheidet nicht in jedem Fall über die individuelle Impfempfehlung. Bestehende Erkrankungen und die persönliche gesundheitliche Situation sollten mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.

 

Grippe, Corona und RSV: Welche Impfungen brauche ich?

Für Senioren und Angehörige kann es schnell unübersichtlich werden: Influenza, COVID-19, RSV – und möglicherweise weitere Impfungen, beispielsweise gegen Pneumokokken.

Deshalb ist ein persönlicher Impfcheck beim Hausarzt sinnvoll. Dabei kann geprüft werden, welche Impfungen bereits vorhanden sind, welche aufgefrischt werden sollten und welche aufgrund des Alters oder bestehender Erkrankungen empfehlenswert sind.

 

Unser Tipp: Impfpass zum Arzttermin mitnehmen

Wer einen Arzttermin vereinbart, sollte seinen Impfpass mitnehmen. So lässt sich schnell feststellen, welche Impfungen bereits dokumentiert sind und wo möglicherweise noch Schutz fehlt.

Auch Angehörige können ältere Familienmitglieder dabei unterstützen, den Impfstatus regelmäßig überprüfen zu lassen.

 

7 einfache Maßnahmen für einen gesunden Herbst und Winter

Impfungen sind nur ein Bestandteil der Vorsorge. Auch einige einfache Gewohnheiten können dabei helfen, Infektionen vorzubeugen und die Gesundheit im Alltag zu unterstützen.

1. Regelmäßig Hände waschen

Besonders nach dem Einkaufen, Arztbesuchen oder Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist gründliches Händewaschen eine einfache Hygienemaßnahme.

2. Innenräume regelmäßig lüften

Regelmäßiges Lüften sorgt für frische Luft und kann dazu beitragen, die Konzentration von Krankheitserregern in geschlossenen Räumen zu reduzieren.

3. Bei akuten Erkrankungen Rücksicht nehmen

Wer erkältet ist, Fieber hat oder andere deutliche Infektionssymptome zeigt, sollte besonders gegenüber älteren und gesundheitlich gefährdeten Menschen vorsichtig sein.

4. Ausreichend trinken

Gerade ältere Menschen verspüren häufig weniger Durst.

Regelmäßiges Trinken sollte deshalb bewusst in den Alltag eingebaut werden – sofern aus medizinischer Sicht nichts dagegenspricht.

5. Bewegung und frische Luft

Regelmäßige Bewegung und Spaziergänge können Mobilität und Wohlbefinden unterstützen.

Dabei muss es nicht um sportliche Höchstleistungen gehen. Schon regelmäßige, an die persönlichen Möglichkeiten angepasste Bewegung kann wertvoll sein.

6. Auf eine ausgewogene Ernährung achten

Eine abwechslungsreiche Ernährung versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen.

Gerade wenn ältere Menschen wenig Appetit haben, sollten Angehörige Veränderungen beim Ess- und Trinkverhalten aufmerksam beobachten.

7. Impfstatus überprüfen

Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, gemeinsam mit der Hausarztpraxis den persönlichen Impfstatus zu kontrollieren.

Dabei können nicht nur Grippe, Corona und RSV, sondern auch andere für ältere Menschen relevante Impfungen besprochen werden.

 

Angehörige sollten Veränderungen ernst nehmen

Bei älteren Menschen können Erkrankungen teilweise anders auffallen als bei jüngeren Personen.

Angehörige sollten deshalb nicht ausschließlich auf klassische Erkältungssymptome achten.

Auch ungewöhnlich starke Schwäche, eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands, Verwirrtheit, fehlender Appetit oder Probleme beim Trinken können Anlass sein, genauer hinzusehen und ärztlichen Rat einzuholen.

 

Wann sollte schnell medizinische Hilfe gesucht werden?

Bei Atemnot, starken Kreislaufproblemen, Bewusstseinsstörungen oder einer deutlichen akuten Verschlechterung des Gesundheitszustands sollte umgehend medizinische Hilfe gesucht werden.

Im Zweifel gilt: Lieber einmal zu früh medizinischen Rat einholen als eine ernsthafte Verschlechterung zu übersehen.

 

So kann ambulante Pflege im Herbst und Winter unterstützen

Gerade in der kalten Jahreszeit zeigt sich, wie wichtig zuverlässige Unterstützung im eigenen Zuhause sein kann.

Ein ambulanter Pflegedienst kann – abhängig vom individuellen Pflegebedarf und den vereinbarten Leistungen – beispielsweise bei der Grund- und Behandlungspflege unterstützen, Veränderungen des Allgemeinzustands wahrnehmen und im Alltag entlasten.

Auch für Angehörige kann ein professioneller Pflegedienst eine wichtige Unterstützung sein.

 

Unterstützung im vertrauten Zuhause

Für viele ältere Menschen ist es ein großer Wunsch, möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben zu können.

Unterstützung bei der Pflege, Betreuung oder im Haushalt kann dazu beitragen, den Alltag sicherer zu gestalten und vorhandene Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten.

Dabei geht es nicht nur um pflegerische Aufgaben.

Zuwendung, Verlässlichkeit und ein respektvoller Umgang gehören für uns genauso zu guter Pflege.

 

BELANA Pflege – für Sie da in Wiesbaden, Rheingau und Nieder-Olm

Bei BELANA Pflege steht der Mensch im Mittelpunkt.

Unser Ziel ist es, pflegebedürftige Menschen dabei zu unterstützen, möglichst selbstbestimmt in ihrem eigenen Zuhause leben zu können – mit professioneller Pflege, persönlicher Betreuung und einem respektvollen Umgang auf Augenhöhe.

Gleichzeitig möchten wir Angehörige entlasten und ihnen das gute Gefühl geben, ihre Familienmitglieder zuverlässig versorgt zu wissen.

Ob Grundpflege, Behandlungspflege, Betreuung, Unterstützung im Alltag oder hauswirtschaftliche Hilfe – gemeinsam schauen wir, welche Unterstützung zur persönlichen Lebenssituation passt.

Sie haben Fragen oder benötigen Unterstützung?

Sie suchen einen zuverlässigen ambulanten Pflegedienst in Wiesbaden, im Rheingau oder in Nieder-Olm und Umgebung?

Dann sprechen Sie uns gerne an.

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BELANA Pflege – für Sie da. Mit Herz, Respekt und Vertrauen.

Weitere Informationen & hilfreiche Links

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Author : L. Frickel

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